Einführung

Bei Hodentumore werden zumeist die Entitäten Seminome von Nicht-Seminomen unterschieden. Erstere haben ihre Häufigkeitsgipfel vornehmlich zwischen dem 30.-50. Lebensjahr. Nicht-Seminome treten allerdings meist schon im früheren Erwachsenenalter auf.

Klassische Symptome eines Hodentumors sind die vor allem sehr schnell zunehmende (schmerzlose) Vergrößerung und Verhärtung eines Hodens innerhalb weniger Tage. Zur allgemeinen Einordnung der Hodentumore werden standardmäßig die Hodentumormarker ß-HCG, AFP und LDH im Blut bestimmt. Risikofaktoren für Hodenkrebs stellen ein kindlicher Hodenhochstand, ein Hodentumor der Hodengegenseite in der Vergangenheit sowie Fälle von Hodentumore in der Familie dar.

Behandlungsmethoden

Zur Sicherung der Diagnose und zeitnahen Einleitung einer Therapie stellt die operative Hodenfreilegung den Goldstandard dar. Hierbei wird der chrirugische Zugangsweg über die Leiste gewählt, um ggf. abfließende Lymphknotenstrukturen mitentfernen zu können.

Bei unklaren Befunden verwendert unsere Klinik für Urologie eine schnellschnittgesteuerte Präperationstechnik, in der zunächst nur der Hodentumor an sich entfernt wird und das herumliegende gesunde Hodengewebe geschont werden kann. Schon während der Operation erfahren unsere Operateure, ob es sich um einen bösartigen Befund handelt. Abhängig von diesem Befund wird dann entschieden, ob der ganze Hoden der betroffenen Seite entfernt werden muss, oder Teile erhalten werden können. Standardmäßig werden in dieser Prozedur Proben aus dem gegenüberliegenden Hoden zur pathologischen Untersuchung gewonnen.

Vor einer möglichen Operation sollten Fragen eines möglichen Kinderwunsches und damit ggf. einhergegenden Spermienkonservierung diskutiert werden. Bei Entfernung eines kompletten Hodens besteht zudem die Möglichkeit eine Hodenprothese operativ einzulegen, um das optische Bild dem gegenüberliegenden Hoden angleichen zu können.

Wie eine nachgeschaltete Therapie aussehen sollte, od