Anwendungen

Spurenanalytik
 Wir bieten die DNA-Analyse von Tatortspuren für Polizei, Staatsanwaltschaften und Landeskriminalämter an. Als Ausgangsmaterial für die DNA-Analyse eignen sich alle DNA-haltigen Körperzellen z. B. aus Blut, Sperma, Hautzellen, Speichel und Knochen. Aus diesen wird zunächst DNA extrahiert und im Extrakt die DNA-Konzentration mit Hilfe des sog. TaqMan-Verfahrens (real time PCR) gemessen. Ab einer bestimmten DNA-Menge ist die Erstellung des DNA-Profils (DNA-Typisierung) einer Probe Erfolg versprechend und wird mittels einer weiteren PCR (Polymerase Kettenreaktion) und anschließender Elektrophorese der PCR-Produkte durchgeführt. Bei Spurenanalysen werden deutschlandweit mindestens acht Merkmalssysteme sowie das Geschlecht untersucht, die Befunde hierfür können in die zentrale DNA-Analyse-Datei beim Bundeskriminalamt eingestellt werden. Ist das an einer Tatortspur detektierte DNA-Profil identisch mit dem DNA-Profil einer Vergleichsperson, kommt diese als Spurenverursacher in Frage. Mit Hilfe biostatistischer Methoden kann berechnet werden, wie häufig die ermittelte Merkmalskombination in der Bevölkerung zu erwarten ist.
Mischspuren, verursacht durch mehrere Personen, ergeben ein Mischprofil. Dieses kann nicht in die DNA-Datei eingestellt werden, jedoch für einen Direktabgleich mit möglichen Spurenlegern geeignet sein. Bei Vorliegen männlicher DNA besteht zudem die Möglichkeit zur Untersuchung Y-chromosomaler Merkmalssysteme. Die ermittelten Y-Profile (Y-Haplotypen) können für einen Direktvergleich mit einer Person verwendet werden. In speziellen Fällen ist in der Spurenanalytik die Sequenzierung variabler Bereiche der mitochondrialen DNA ebenfalls im direkten Vergleich mit Personen sinnvoll.
 Im Rahmen von Spurenuntersuchungen bieten wir weitere Tests an, z. B. Tests auf das Vorliegen von Blut mittels Luminol-Reagenz, a