Eizellreifung

Bei Frauen sind sogenannte Urkeimzellen schon im frühesten Embryonalstadium im Eierstock angelegt. Sie bilden also schon im Mutterleib eigene Eizellen, fachsprachlich Oozyten genannt. Zunächst vermehren sich diese Zellen durch Mitose, bis eine endgültige Zahl von 700.000 bis 2.000.000 Eizellen erreicht wird. Die Phase der Vermehrung ist noch vor der Geburt abgeschlossen.

Diese Eizellen enthalten, wie alle unsere Körperzellen, zunächst einen doppelten Chromosomensatz. Chromosomen sind die Träger unseres Erbguts. Damit eine Eizelle später befruchtet werden kann, muss der Chromosomensatz auf den einfachen Satz reduziert werden. Nur so wird sichergestellt, dass am Ende alle Nachkommen gleichbleibend einen doppelten Satz haben, je zur Hälfte von Vater und Mutter.

Diese Reduktion durch Meiose beginnt noch während das Mädchen im Mutterleib ist. Bei der Geburt ist der Prozess bis fast zur Hälfte durchlaufen (Diplotän der Prophase der 1. Reifeteilung). Danach verbleiben die Eizellen, eingebettet in eine dünne Zellschicht, als kleine Vorläuferfollikel (Primordialfollikel) in einer stabilen Ruhephase (sogenanntes